Schloß Hohenschwangau

Kronprinz Maximilian von Bayern entdeckte als 18jähriger auf einer Wanderung die landschaftlich reizvoll gelegene Burgruine Hohenschwangau, damals 'Schwanstein' genannt. Spontan beschloß er Kauf und Wiederaufbau.
In den Jahren 1833 bis 1837 ließ er die Reste der mittelalterlichen Burg zu einem romantischen Wohnschloß ausbauen.
Mit der Bauleitung beauftragte er seine Kunstlehrer, den Architektur- und Theatermaler Domenico Quaglio (1787 - 1837). Quaglio schuf hier ein malerisches Bauensemble, das nach der Fertigstellung anderen Bauten als Vorbild diente.

Die Innen- und Aussengestaltung, die Einrichtung der Räume und die mehr als 90 Wandgemälde sind aufeinander abgestimmt und fügen sich zu einem harmonischen Ganzen zusammen. Die Anlgae, so wie Maximilian und sein Künstlerarchitekt sie schufen, hat sich als ein außergewöhnliches Baudenkmal aus der Zeit der Romantik erhalten.

Max' Frau Königin Marie liebte Hohenschwangau und die herrliche Umgebung genauso wie König Maximilian selbst. Deshalb wohnte die Königsfamilie viele Wochen im Jahr in Hohenschwangau und die beiden Kronprinzen Ludwig und Otto verbrachten dort den Großteil ihrer Kindheit und Jugendzeit.
Die Schloßchronik zählt fürstliche Gäste auf, berichtet von Festen, prächtigen Riterspielen, weithin leuchtenden Bergfeuern und von vielen Ausflügen und 'Parthien' der königlichen Familie.
Während Maximilian als passionierter Jäger die Aufenthalte für Jagdausflüge in die Umgebung nutzte, machte Marie zahlreiche Bergtouren, auf die sie auch immer ihre beiden Söhne mitnahm.

Wer sich also für das Leben und die Bauten König Ludwigs II. von Bayern interessiert, findet in Hohenschwangau und dessen Umgebung den Ursprung seiner Interessen für Sagen und Mythen. Hier "entstand" auch die Liebe zu den Bergen und dem einfachen Volk, die das spätere Leben des Monarchen prägten.
 

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