König Maximilian II. von Bayern

Der Vater König Ludwigs II. wurde am 28. November 1811 in München als Kronprinz Maximilian von Bayern geboren.
Seine Eltern waren König Ludwig I. von Bayern und Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen.

Sechs Jahre nach der Hochzeit mit Marie bestieg Maximilian den bayerischen Thron, da sein Vater König Ludwig I. aufgrund der Revolutionsunruhen und seiner Affaire mit der Tänzerin Lola Montez abdanken mußte.

Dem stets kränkelnden Herrscher wurde aber nur eine relativ kurze Regierungszeit von 16 Jahren beschert, als er am 10. März 1864 im München starb.

Beigesetzt wurde er in der Theatinerkirche zu München.

Königin Marie von Bayern

Die Mutter König Ludwigs II. wurde am 15. Oktober 1825 in Berlin als Prinzessin Marie Fredericke von Preussen geboren.
Ihre Eltern waren Prinz Wilhelm von Preussen und Landgräfin Maria Anna von Hessen-Homburg.

Sie überlebte ihren Sohn Ludwig II. um drei Jahre als sie am 17. Mai 1889 auf Schloß Hohenschwangau starb.

Beigesetzt wurde sie neben ihrem Mann Maximilian in der Theatinerkirche zu München.

Heirat

Marie war nur fünf Jahre alt, als sie der damals 19jährige Kronprinz Maximilian während seines Studiums kennenlernte.

Elf Jahre später, am 31. November 1841, hielt er dann um die Hand der schönen, 16jährigen Prinzessin an und am 23. Dezember desselben Jahres wurde die Verlobung des Paares offiziell bekanntgegeben.
Bevor die Hochzeit jedoch stattfinden konnte, wurde die evangelische Marie am 30. Juli 1842 noch konfirmiert.
"Ehe sie am Altar ihrem himmlischen Bräutigam gelobte, winkte ihr schon der irdische Brautkranz", schrieb damals ihre Mutter Marianne.

Da die Brautleute unterschiedlicher Konfessionen angehörten, gab es auch zwei Trauungen. Eine evangelische und eine katholische.
Der erste Teil der Hochzeit, die evangelische Trauung, fand also am 05.Oktober 1842 um Viertel nach Sechs in der Schloßkapelle zu Berlin statt.
Allerdings war der Bräutigam Maxmilian nicht anwesend, weshalb er von Maries Vetter Wilhelm vertreten wurde.
Die Ironie dabei ist, daß eben dieser Vetter, der bei der evangelischen Trauung neben Marie vor dem Altar kniete, bei der späteren Reichsgründung 1871 zum ersten deutschen Kaiser proklamiert wurde und Ludwig und Bayern die Souveränität verloren.

Für den zweiten Teil der Hochzeit, der katholischen Trauung, reiste Marie nach Mänchen. Am 07.Oktber 1842 begann die Fahrt durch die bayerischen Landesteile und es wurde ein einziger Triumphzug.

Als sie dann am 11. Oktober in der Residenzstadt Mänchen ankam, wurde sie von Kanonendonner, Glockengeläut und den Zurufen der Müncher Bevölkerung empfangen.

Einen Tag später, am 12. Oktober, war dann die katholische Trauung in der Allerheiligen-Hofkirche zu München.
 

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