"Schweizerhaus" in der Bleckenau
Oberhalb der Marienbrücke bei Schloss Neuschwanstein hatte Ludwigs Vater König Maximilian II.
zwischen 1846 und 1850 für seine Frau Marie das sog. "Schweizerhaus" errichten lassen.Es war einem ähnlichen Bau nachempfunden, den Maries Vater im Park von Fischbach stehen hatte und wo die preußische Prinzessin in ihrer Kindheit viel Zeit verbrachte. Das einstöckige Häuschen war der königlichen Familie besonders in Ludwigs Kindheit ein oft besuchtes Ausflugsziel. Vorallem diente es aber auch als Ausgangspunkt für die zahlreichen Bergtouren der Königin Marie mit Ihren beiden Söhnen in der Bergwelt von Hohenschwangau. |
Königshaus auf dem Schachen
Das "Schachenschloss" befindet sich in 1850 m Höhe auf der Schachenalpe bei Elmau in der
Nähe von Garmisch-Partenkirchen.Die Baurabeiten für das Königshaus begannen im Oktober 1869, gleichzeitig musste auch ein Reitweg von Elmau zur Baustelle angelegt werden. Da die Bauarbeiten recht zügig vorangingen, konnte König Ludwig bereits ein Jahr später, im Oktober 1870, das fertiggestellte Haus besichtigen. Von da an verbrachte er gerne viele Tage auf der Schachenalpe, begleitet nur von einigen wenigen Lakeien. Am liebsten feierte er dort in der abgeschiedenen Bergwelt jedoch seinen Geburtstag am 25. August, auch heute wird noch jedes Jahr an diesem Tag eine Bergmesse vor dem Schachenschloss abgehalten. Der bedeutenste Raum in diesem Königshaus ist der sog. "Maurische Saal", der in seiner Ausstattung ganz und gar Ludwigs Liebe zur Märchenwelt des Orients aus 1001 Nacht entsprach. |
Herzogstand am Walchensee
Auf dem sog. Herzogstand über dem Walchensee hatte bereits Ludwigs Vater, König Maximilian II., ein
Jagdhaus.Dieser hatte den Berg auch erstmals erschlossen und 1859 einen Reitsteig zu den beiden Gipfeln Martins- und Fahrensbergkopf anlegen lassen. Ludwig ließ sich schließlich zwischen 1865 und 1866 ein eigenes, kleines Königshäuschen oberhalb dem seines Vaters errichten. Das Hauptgebäude bestand damals aus 8 Zimmern, davon ein Königszimmer. Die restlichen Zimmer waren Personalräme. Später wurden auf Wunsch des Königs auch auf den umliegenden drei Gipfeln kleinere Pavillons errichtet. Nach dem plötzlichen Tod des Königs gingen die Berghäuser in die Pacht des Alpenvereins über, der sie bis 1958 immer wieder etwas ausbaute und als Schlafhaus für Wanderer nutze. 1990 brannten jedoch das Herzogstand-, das Bettenhaus und das ehem. Königshaus bis auf die Grundmauern nieder und wurden auch bis heute nicht mehr rekonstruiert. Die Jagdhütte von Maximilian II. wurde bereits im Jahre 1896 durch einen Blitzschlag ein Opfer der Flammen. |
Fernstein
Bei seinen Ausflügen in das nahegelegene Tirol kam König Ludwig II. von Bayern häufig über den Fernpass auch nach Fernstein.Da ihm diese Gegend in den Bergen mit Schloss Fernstein und dem Fernsteinsee so gut gefiel, ließ er 1872 durch seinen Oberbaurat Georg von Dollmann dass dortige, alte Gasthaus auf seine Kosten innen ausbessern und zwei Zimmer dauerhaft anmieten. Gerne war der König von da an regelmäßig in Fernstein, zumal er ja ab sofort ein eigenes, privates Refugium dort hatte. Obwohl der Köig meist unangemeldet erschien, fiel es den Wirtsleuten nicht schwer, seine Zimmer stets auf den Punkt herzurichten, hatten sie doch allezeit einen Mann an der Gebirgsstrasse, die zum Gasthof hinaufführte, postiert. Sobald der König also am Fuße der Strasse zu sehen war, wurden die Wirtsleute benachrichtigt und ihnen blieb noch genügend Zeit, die Zimmer herzurichten und das gesamte Haus zu beleuchten, was Ludwig stets besonders erfreute. Am liebsten hielt sich der Köig im Winter in dem Gasthaus auf, er feierte dort sogar das ein oder andere Weihnachtsfest mit den Wirtsleuten. Nach dem Tod des Monarchen wurden die Einrichtungsgegenstände der beiden königlichen Zimmer zurück nach Bayern überführt und im Jahre 1907 brannte das Gasthaus komplett ab, wodurch auch der letzte Rest der Zimmer zerstört wurde. |